SPD nominiert Susanne Danhier in Stormarn-Nord
Foto: Susanne DanhierSusanne Danhier sprach in ihrer engagierten Bewerbungsrede eine ganze Reihe von Politikfeldern an, die sie jeweils auch mit ihrer eigenen Biografie in Verbindung brachte. In die SPD eingetreten ist die Mutter zweier Töchter nach einem humanitären Einsatz als Therapeutin für kriegstraumatisierte Kinder im Kosovo, der ihr die Bedeutung politischen Engagements vor Augen führte. Seit 1996 leitet sie eine Erziehungsberatungsstelle und trifft dort jeden Tag auf Schicksale, die ihr den Wert von Prävention, frühen Hilfen und Familienschutz zeigen. „Ich möchte Rettungsschirme für Menschen!", forderte sie mit einem Blick auf aktuelle Bundestagsdebatten.
Seit 30 Jahren ist Susanne Danhier gewerkschaftlich organisiert, sie war Synodale in der nordelbischen Kirche, leitete in Bargteheide den Schulausschuss und aktuell den Wirtschaftsausschuss, ist stellvertretende Vorsitzende der SPD Stormarn. Diese und viele andere Erfahrungen kann sie im Interesse der Menschen in Kiel einbringen, zeigten sich die Teilnehmer der Wahlkreisversammlung sicher. So wurde denn aus der Befragung der Kandidatin auch eher eine lebhafte Diskussion unter allen Anwesenden über die Folgen der festen Fehmarnbeltquerung (Danhier: „Wenn wir es gut machen, bekommt Stormarn viel mehr als nur einen neuen Autohof an der A1!"), Inklusion und gemeinsames Lernen, die Zukunft der Energieversorgung, die Frage der Wahlbeteiligung und zahlreiche andere Themen.
Foto: Martin HabersaatDer SPD-Kreisvorsitzende Martin Habersaat hatte bereits bei seiner Begrüßung die gute Stimmung im Saal bemerkt und ein „zuversichtliches Gemurmel" zu vernehmen geglaubt. „Mit Torsten Albig werden wir den neuen Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins stellen", gab er sich optimistisch. Uwe Teut, der Vorsitzende der AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen) kündigte Unterstützung der AfA im Wahlkampf an - und nach ihrem tollen Wahlergebnis hatte Susanne Danhier dann auch nur noch eine sehr knappe Botschaft an die Versammlung: „Morgen fängt der Wahlkampf an!"
Bereits nominiert sind Katrin Fedrowitz im Landtagswahlkreis Norderstedt (Wk 28), zu dem die Stormarner Gemeinde Tangstedt gehört und Tobias von Pein im Wahlkreis 30 (Stormarn-Mitte). In Stormarn-Süd (Wk 31) bewirbt sich Martin Habersaat am 23. September (19.00 Uhr, Rathaus Reinbek) um die Kandidatur für den Wiedereinzug in den Landtag.
