Besuch bei Oststeinbeks Bürgermeisterin
Oststeinbek hat in den vergangenen Jahren viel in die Infrastruktur von Bildung und Betreuung investiert. Bereits 66% der Erstklässler Oststeinbeks nutzen in diesem Jahr das gemeindliche Hortangebot. 2009 wurde ein Hortneubau eröffnet, es gibt eine gut ausgestattete Grundschule und auf demselben Gelände auch einen gemeindlichen Kindergarten. Martina Denecke berichtete außerdem von verschiedenen Projekten, die die Gemeinde auf dem Gebiet der Jugend- und der Jugendsozialarbeit angestoßen hat. Ein Problem, von dem auch andere Bürgermeister berichteten, taucht auch in Oststeinbek auf. Martina Denecke: „Durch den Ausbau der Kinderbetreuung sind vielerorts neue Einrichtungen und Gruppen entstanden. Es wird schwerer, gute Erzieherinnen und Erzieher zu finden."
Die Zusammenarbeit mit Hamburg ist ein Thema, das vor allem im Hamburger Nachbarschaftsraum von besonderer Bedeutung ist. Auch aus Oststeinbek besuchen einige Schülerinnen und Schüler Schulen in Hamburg, es gibt aber auch vereinzelt Hamburger in Oststeinbeker Einrichtungen. Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, berichtete von seinem Ziel, eine länderübergreifende Schulentwicklungsplanung in der Metropolregion zu erreichen. Die Landesgrenze sollte im Bildungsbereich kein Hindernis sein, befanden beide. Weitere länderübergreifende Projekte sollten aus Sicht des Abgeordneten, die Mitglied der Enquete-Kommission „Norddeutsche Zusammenarbeit" ist, die Einrichtung gemeinsamer Gewerbegebiete und eine bessere Abstimmung bei Fragen der Verkehrsinfrastruktur sein. „Gegeneinander wird es nicht vorangehen", ist sich Habersaat sicher.
Zwei Wünsche gab die Bürgermeisterin ihrem Gast mit auf den Weg: Neben einem soliden finanziellen Ausgleich für die Kommunen war dies die Schaffung von verlässlichen Ganztagsschulen in gebundener Form, die mit einem qualitativ hochwertigen Angebot für die Schülerinnen und Schüler da sind und es beiden Elternteilen so ermöglichen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.
