Mittendrin statt außen vor
Im Dezember 2006 beschlossen die Vereinten Nationen, dass die allgemeinen Menschenrechte um den Schutz der Menschen mit Behinderungen erweitert werden sollen. Deutschland gehört zu den Staaten, die sich schon 2009 als eines der ersten Länder verpflichteten, den 2008 in Kraft getretenen Beschluss umzusetzen. Menschen mit Behinderungen wollen keine Sonderrechte erhalten. Sie sollen aber genau wie alle anderen teilhaben. Das bedeutet, dass sie auf die gleichen Schulen gehen und ihnen Ausbildung und Arbeit genauso offen stehen wie allen anderen. Werkstätten und Förderschulen nur für Menschen mit Behinderungen sollen zukünftig die Ausnahme sein. Jeder Mensch bestimmt, wie er wohnen und arbeiten möchte.
In vielen Fällen wird für ein selbstbestimmtes Leben Unterstützung nötig sein. Sie muss bereit gestellt werden. Und natürlich müssen Gebäude, Straßen und Plätze barrierefrei umgebaut werden, damit sie von allen Menschen bequem benutzt werden können. Wir konnten in Regierungsverantwortung viel erreichen, aber es gibt leider immer noch zu viele Barrieren. Diese müssen abgebaut werden. Das geht nur gemeinsam! Die SPD-Bundestagsfraktion hat dazu mit den Verbänden von Menschen mit Behinderungen ein umfassendes Positionspapier erarbeitet.
Wir wollen mit Ihnen und mit Fachleuten aus der Politik sowie Betroffenen über die Umsetzung diskutieren. Mit dabei: Franz Thönnes, MdB, Parl. Staatssekretär a.D., Silvia Schmidt, MdB, Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Volker Müller, SPD-Fraktionsvorsitzender Reinbek, Ursula Brandt, Behindertenbeauftragte der Stadt Reinbek, Gesa Tralau, Forum der SPD Stormarn für Menschen mit Behinderungen. Moderation: Martin Habersaat, MdL, SPD- Kreisvorsitzender Stormarn.
