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Rezension: Patrick Rothfuss - Der Name des Windes

Cover: Der Name des Windes Cover: Der Name des WindesEin Junge ohne Eltern, seine Ausbildung zum Kämpfer, eine magische Universität, zu bestehende Prüfungen - es sind bewährte Zutaten, die Patrick Rothfuss in „Der Name des Windes“ nutzt, um dennoch etwas Gutes und Neues zu schaffen. Das liegt vor allem am Witz des Autors und der gelungenen Erzählperspektive: Der Held selbst blickt auf die Stationen seines Lebens zurück und problematisiert dabei gleich das Erzählen. Wie etwa beschreibt man eine schöne Frau angemessen? Der Tipp eines Zuhörers, mit ihren hübschen Ohren anzufangen, ist da nur bedingt hilfreich…

 

Kvothe, der berühmteste Zauberer seiner Zeit, hat sich zurückgezogen und eine Schenke eröffnet. Dort findet ihn ein reisender Chronist und bringt Kvothe dazu, seine Geschichte zu erzählen: Aufgewachsen als Mitglied des fahrendes Volkes, verlor Kvothe seine Sippe, als sein Vater begann, alte Legenden zu sammeln und ein Lied über die dämonenhaften Chandrian zu schreiben, die es offenbar nicht mögen, wenn man Wissen über sie zusammenträgt. Ein paar Jahre muss der Junge sich in einer Hafenstadt allein durchschlagen, bis seine Begabung es ihm ermöglicht, an der Universität von Imre Magie zu studieren. Hier hofft er, mehr über die Chandrian herauszufinden.

 

Interessant ist die Idee, ausgehend vom Kern scheinbar harmlosen Kinderlieder, die jeder kennt und schon einmal gesungen hat, eine fantastische Welt zu entwickeln, die nur schwer zu durchschauen ist. Vom „Bi-Ba-Butzemann“ hat auch schon jeder einmal gesungen, ohne sich nach der Herkunft desselben zu fragen. Patrick Rothfuss, Jahrgang 1973, ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. „Der Name des Windes“ erschien 2007 und gilt Vielen als beste Fantasy-Neuschöpfung der vergangenen Jahre. Der nächste Teil der Saga, „Die Furcht des Weisen“ erscheint in der deutschen Übersetzung im Laufe des Jahres 2011. „Das Böse“ scheint nicht richtig böse zu sein, vieles bleibt dem Leser zunächst unklar, wie auch der Held Schritt für Schritt sein Wissen erweitern muss. Und dieser Held ist charmant, rothaarig und nicht frei von Humor.


 
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