Rezension: Leonie Swann - Glennkill
Bei ihren Ermittlungen machen die Schafe, gut und klar gezeichnete Charaktere wie die schlaue Miss Maple oder der gefräßige Mopple, Bekanntschaft mit Teilen der Menschenwelt, die sie bisher nicht kannten. Als sie zum Beispiel erfahren, dass der Leichnam Georges auf „Gottes Acker" gebracht wird, wird „dieser Gott" zum einem der Hauptverdächtigen. Verwirrend ist allerdings, dass in „Gottes Haus" ein Lamm als „der Herr" verehrt zu werden scheint.
Der Kriminalfall hinter der Geschichte ist nicht sonderlich aufregend konstruiert, aber die vierbeinigen Ermittler und die mit ihnen verbundene Perspektive, geschildert mit viel Wortwitz („Jemand hat unseren Schäfer gerissen!"), machen diesen Roman absolut lesenswert.
Martin Habersaat, September 2009
