Europauniversität Flensburg?
Einleitend stellte Rossmann fest: „Eine so enge Zusammenarbeit mit einem Nachbarland, wie hier mit Dänemark, gibt es in Deutschland nur selten. Außerdem ist der Standort an der Grenze prädestiniert, sich mit Minderheitenfragen auseinander zu setzen." Im weiteren Verlauf entwickelte er den möglichen ideologischen Überbau einer Europauniversität Flensburg und spannte einen Bogen von der ersten Gründung einer Universität auf europäischem Boden (Bologna 1088) über Aufklärung, Demokratie und Menschenrechte zum europäischen Einigungsprozess unserer Tage. Rossmann: „Es sollte uns doch gelingen, vor dem Aufbau einer gemeinsamen europäischen Armee eine gemeinsame europäische Hochschulidee zu entwickeln."
In der lebhaften Runde diskutierte man die Entwicklung eines „europäischen Kerncurriculums", das sich auf die Vielfalt Europas beziehen müsse, die Friedensmacht Europa und die Bildung europäischer Netzwerke. Politiker und Studenten wünschten sich eine gesteigerte Mobilität, die Möglichkeit von Europasemestern und den Austausch von Hochschullehrern. Rosmann entwickelte die Idee einer „Einstein-Professur" als Ergänzung der bisherigen Erasmus-Programme. Die europäische Qualität Flensburgs, befanden Rossmann und Habersaat, müsse auch der Aus- und Fortbildung von Lehrern zugute kommen: „Hier ein gutes Profil zu haben, ‚Europalehrer' auszubilden, hieße, deutschlandweit Pionier zu sein", befanden die beiden.
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