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Bildungsambitionen von Eltern

Foto: Martin Habersaat, MdL Foto: Martin Habersaat, MdL„Zwischen Ehrgeiz und Überforderung: Eine Studie zu Bildungsambitionen und Erziehungszielen von Eltern in Deutschland"
Das Institut Allensbach hat Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland die Bildungsambitionen von Eltern unterschiedlicher sozialer Schichten untersucht. Befragt wurden im August 2011 1256 repräsentativ ausgewählte Eltern mit Kindern im Alter von 3 bis 18 Jahren. Ergebnis: Eltern aus höheren sozialen Schichten entwickeln für ihre Kinder mehr Ehrgeiz und stellen die Weichen Richtung Abitur. „Einige Aufgaben für die Bildungspolitik" erkennt hier Martin Habersaat, der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Die Studie bestätige Vieles von dem, was man schon vorher wusste: Kinder aus sozial schwächer gestellten Familien haben es im Bildungssystem schwerer, beispielsweise, weil es ihren Eltern schwerer fällt, sie bei den Hausaufgaben zu unterstützen, ihre Eltern Kernfelder für weniger bedeutsam halten oder weniger Energie in die Auswahl der passenden Schule für ihr Kind investieren. 56% der sozial besser gestellten Eltern halten beispielsweise Medienkompetenz für wichtig, nur 31% der Eltern aus sozial schwächeren Gesellschaftsschichten sehen das ebenso. Habersaat: „Hier entsteht eine Kluft, die breiter wird, wenn unser Bildungssystem nicht unterstützend eingreift."

Die Frage, welchen Bildungsabschluss das Kind erreichen soll, hängt stark von der Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlich-sozialen Schicht ab. 91% der Kinder aus höheren sozialen Schichten werden von ihren Eltern mit dem Ziel „Abitur" ausgestattet, bei den niedrigeren sind es nur 41%. Hierzu meint der Bildungspolitiker: „Damit unterstreicht die Studie wieder einmal die Bedeutung eines Schulsystems ohne Sackgassen. Wenn der Bildungsstand nicht vererbt werden soll, muss gelten: Egal, auf welcher Schule ein Kind nach der Grundschule landet - der Weg zum Abitur sollte nicht entscheidend von dieser Frage abhängen. Kinder müssen an der Schule ein solches Maße an Unterstützung finden, dass sie es notfalls auch ohne Hilfe des Elternhauses schaffen können, ihr Abitur zu erreichen."

Teil der Studie war auch die Befragung von 214 Eltern mit türkischem Migrationshintergrund. Diese haben mehrheitlich nicht den Eindruck, dass Kinder aus Zuwandererfamilien die gleichen Chancen haben wir deutsche Kinder. Zu 63% führen sie dies auf das Verhalten der Lehrer zurück. Gleichzeitig findet aber die Mehrheit aller Befragten, auch der türkischstämmigen, Integration an deutschen Schulen gelinge gut bis sehr gut. Noch besser kann es werden, meint Martin Habersaat, wenn es gelinge, mehr Menschen mit Migrationshintergrund als Lehrerinnen und Lehrer an die Schulen zu bringen.

 

Weitere Ergebnisse:

  • 90 Prozent aller Eltern mit Kindergartenkindern sind mit der Förderung ihres Kindes dort zufrieden, allerdings wächst die Zahl der Eltern, die vorschulische Bildung im Kindergarten kritisch sehen.
  • Eine gute Schule zeichnet sich aus Sicht der Eltern durch eine individuelle Förderung der Kinder aus (76%) und durch spezielle Förderkurse für benachteiligte Schüler (71%).
  • Lehrer sollen konsequent in ihrer Benotung sein (53%) viel fordern und auf Disziplin achten (52%).
  • Über „Verantwortungsbewusstsein" als wichtigstes Erziehungsziel sind sich fast alle Eltern einig.

 

Link zur Studie:

http://www.vodafone-stiftung.de/presseinfomodul/detail/144.html

 

 


 
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Martin Habersaat: Storch Heinar und Torsten Albig in Glinde - endlich ist das Album fertig: http://t.co/ZdPGgysC
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