Shortlinks

 Email senden 

Suche
Nächster Termin

Diskussion über Lehrerbildung und Inklusion

Foto: Ulf Daude, Michaela Homann-Speck, Martin Habersaat Foto: Ulf Daude, Michaela Homann-Speck, Martin HabersaatMehrmals im Jahr organisiert die Ostholsteiner Arbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen (AfB) mit ihrer Vorsitzenden Michaela Homann-Speck „Gespräche um die Bildung". Im Oktober hatte man nach Neustadt eingeladen, um gemeinsam mit Martin Habersaat, dem bildungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, über die Zukunft der Lehrerbildung und die Herausforderungen der Inklusion zu sprechen. Neben vielen Lehrerinnen und Lehrern unterschiedlicher Schularten nahmen auch der AfB-Landesvorsitzende Ulf Daude und der Ostholsteiner SPD-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Lars Winter teil.

Martin Habersaat (34, Barsbüttel) war bis zu seinem Einzug in den Landtag Gymnasiallehrer und ist seit Mai 2011 Vorsitzender des Arbeitskreises Bildung in der SPD-Landtagsfraktion. Er warb für eine Neuordnung der Lehrerausbildung in Schleswig-Holstein: „Es ist schlicht unsinnig, dass in Schleswig-Holstein noch immer Haupt- und Realschullehrer ausgebildet werden, obwohl es diese Schulformen gar nicht mehr gibt!" Stattdessen warb er für eine Stufenlehrerausbildung, wie sie ähnlich auch in Hamburg zu finden sei. Jeder Lehrer solle lernen, in der Sekundarstufe I (Klasse 5-10) zu unterrichten und dazu wahlweise für die Primarstufe (Klasse 1-4) oder die Sekundarstufe II (11-12/13) ausgebildet werden.

Die Diskussionsteilnehmer wünschten sich zudem höhere Praxisanteile bereits zu einem frühen Zeitpunkt im Lehramtsstudium. Auch Professoren sollten sich häufiger als bisher mit der Schulwirklichkeit auseinandersetzen. „Und wenn die Professoren ihre Studentinnen und Studenten dann in Unterrichtssituationen erleben, muss bei Bedarf auch die Beratungen erfolgen, dass dieser Beruf nicht der richtige ist", forderte ein langjähriger Grundschullehrer.

Im Mittelpunkt des Gesprächs über die Inklusion, die Unterricht für Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf an Regelschulen meint, standen einerseits die UN-Konvention, die genau dieses Entwicklung fordert, und der aktuelle Inklusionsbericht der Landesregierung (Drucksache 17/1568). In diesem Bericht kommt die Landesregierung zu dem Schluss, dass Inklusion weitestgehend kostenneutral zu erreichen sei - eine Meinung, der sich keiner der Anwesenden anschließen konnte.


 
Neues von Twitter:
Martin Habersaat: Darf an den Koaltionsverhandlungen teilnehmen. Dafür kein Feiertag und WOE. Aber irgendwas ist ja immer...http://tinyurl.com/buodazc
Martin Habersaat: Noch wach, weil "Urteil von Nürnberg" läuft. Großartiger Film, großartige Besetzung.
Martin Habersaat: Storch Heinar und Torsten Albig in Glinde - endlich ist das Album fertig: http://t.co/ZdPGgysC
Nächste Termine