Beim Zukunftsforum "Gettorf 2020"
Anschließend erläuterte Martin Habersaat die Ansprüche und Möglichkeiten der Bildungspolitik in unserer Gesellschaft vom Säugling bis ins hohe Lebensalter. In seinem Kurzvortrag ging Martin Habersaat insbesondere auf die Betreuungsangebote für Kinder unter 3 Jahren (aktueller Ausbaubedarf), auf Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schule und Kindergärten beim Wechsel der Kinder (von der Kommunalpolitik nicht überall beachtet), die Entwicklung von Schulprogrammen und pädagogischen Konzepten (Kennen Kommunalpolitiker die Konzepte der Schulen vor Ort? Werden diese unterstützt?), Vor- und Nachteile von gebundenen Ganztagsschulen, die Möglichkeiten eines lebenslangen Lernens und die Bedeutung von Volkshochschulen, Vereinen und Verbänden, ein.
Die anschließende Diskussion zeigte, dass auch die Gemeinde Gettorf mit diesen Herausforderungen zu tun hat. In einigen Bereichen sind durch kommunalpolitische Entscheidungen schon entsprechende Maßnahmen umgesetzt worden. In anderen Bereichen gilt es, sich der Thematik vertiefend anzunehmen.
Serpil Midyatli führte sodann durch ein Kurzreferat in das Thema „Kultur" ein. Lediglich 0,7 %, oder umgerechnet 56.- € pro Kopf, werden in Schleswig-Holstein für Kultur ausgegeben. Schleswig-Holstein liegt damit im Bundesvergleich am Ende.
Die Bürgerinnen und Bürger auch kleinerer Gemeinden haben ein Recht auf Kultur. Auch sei die Kultur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
In der sich anschließenden Aussprache wurde deutlich, dass es in Gettorf durchaus attraktive Kulturangebote der verschiedensten Art durch Vereine und Verbände gibt. Es gilt aber, diese Angebote besser zu koordinieren und zu bewerben. Eine Möglichkeit bestünde darin, eine Vernetzung der Vereine und Verbände herzustellen. Auch wurde die Frage nach einer möglichen Gründung eines Kunst- und Kulturvereins für Gettorf aufgeworfen.
Der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Sport, Jugend und Soziales Gerhard Witte (SPD) erklärte, dass die Kultur in Gettorf wiederbelebt werden müsse. Er werde Anfang des neuen Jahres die Kulturschaffenden zu einem Runden Tisch einladen.
Nach 2 Stunden zog der OV- Vorsitzende Wolf- Rüdiger Bölck in seinen Schlussworten ein positives Fazit und dankte allen Beteiligten für ihr Erscheinen und ihre Beiträge. Die dargestellten Probleme, Anregungen und Hinweise werden jetzt in den zuständigen Gremien der SPD weiter erörtert und bearbeitet.
