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Inklusion verändert die Schullandschaft

Foto: Martin Habersaat, MdL Foto: Martin Habersaat, MdL„Mit der Ratifizierung der UN-Konvention ist inklusive Bildung ein Menschenrecht. Das ist das stärkste Argument für gemeinsames Lernen überhaupt", so die Bildungsjournalistin Brigitte Schumann auf einer bildungspolitischen Tagung der SPD-Landtagsfraktion. Inklusion - damit ist das Recht von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf gemeint, an Regelschulen unterrichtet und gefördert zu werden. Nun hat die Landesregierung einen „Bericht zur landesweiten Umsetzung von Inklusion in der Schule" (Drucksache 17/1568) vorgelegt. Ein positives Ergebnis: In Schleswig-Holstein werden bereits 53,8% dieser Schüler an Regelschulen unterrichtet, deutschlandweit sind es erst 20%. Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, mahnt dennoch weitere Anstrengungen an: „Das Ziel der UN liegt bei 85%. Und die Regelschulen brauchen Hilfe auf dem Weg dorthin."

Vor diesem Hintergrund seien auch Entwicklungen an den örtlichen Förder und Regelschulen zu sehen. Die Wilhelm-Busch-Förderschule in Glinde wird künftig vor allem Intensivkurse für Schülerinnen und Schüler anbieten, die ansonsten an Regelschulen unterrichtet werden. Die Amalie-Sieveking-Förderschule in Reinbek unterstützt beispielsweise die Grundschule Klosterbergen in ihrer täglichen Arbeit und hilft auch bei Präventivmaßnahmen. Und das Landesförderzentrum Sprache in Wentorf wird auch deshalb aufgelöst, weil viele der infrage kommenden Schülerinnen und Schüler in ihren Heimatkreisen unterrichtet werden können und sollen.

Habersaat: „Wir können heute auf viele Schulen verweisen, die sich dieser Herausforderung mit großem Erfolg gestellt haben und zeigen: Alle beteiligten Kinder gewinnen soziale Kompetenzen und Selbstvertrauen, und es ist eine gesicherte Erkenntnis, dass man von seinesgleichen mehr lernt als von dem, der da vor der Klasse steht." Unter den beispielhaften Schulen seien bisher allerdings nur wenige Gymnasien zu finden. Habersaat weiter: „Der Inklusionsgrad ist übrigens auch ein wichtiger Faktor bei der Beurteilung von schulvergleichenden Länderrankings. Wo besonders viele Kinder in Förderzentren unterrichtet werden, schneiden die Regelschulen bei Vergleichstests natürlich entsprechend besser ab."

Die Landesregierung steht hinter dem Ziel der Inklusion, damit ist Martin Habersaat zufrieden. Einen Kritikpunkt sieht er allerdings doch: „Die SPD-Landtagsfraktion teilt nicht die Auffassung der Landesregierung, dass Inklusion zum Nulltarif zu haben ist. Die Schulen brauchen für Schulklassen, in denen integrativ beziehungsweise inklusiv unterrichtet wird, Entlastungsstunden und sie müssen die Möglichkeit haben, wenigstens manche Stunden mit zwei Lehrkräften zu unterrichten. Diesen Stellenbedarf kann man nicht allein dadurch absichern, dass an den Förderzentren immer weniger Kinder unterrichtet werden und dass die Lehrkräfte deswegen verstärkt an allgemein bildenden Schulen eingesetzt werden können.",


Bericht zur landesweiten Umsetzung von Inklusion in der Schule

 


 
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Martin Habersaat: Noch wach, weil "Urteil von Nürnberg" läuft. Großartiger Film, großartige Besetzung.
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