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Stormarn und der Lernatlas

Foto: Martin Habersaat, MdL Foto: Martin Habersaat, MdLDie Bertelsmann Stiftung hat den „Lernatlas 2011" vorgestellt. Auf Basis zahlreicher vorliegender Studien und Statistiken wurde die ganze Republik vermessen, heraus kamen Aussagen über jeden einzelnen Kreis im Lande. Martin Habersaat, der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Vorsitzende der SPD Stormarn, hat sich Stormarns Ergebnisse genauer angesehen und stellt fest: „Stormarn liegt in Schleswig-Holstein ganz vorne. Wichtiger für uns sollte aber der Vergleich mit den Kreisen im ganzen Land sein, die eine ähnliche Ausgangslage haben wie wir. In der Studie sind das ‚Kreise im verdichteten Umland' - und da liegen wir nur im Mittelfeld, auf Platz 82 von 144."

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Studien zur „Bildungsrepublik Deutschland" vorgelegt. Habersaat empfiehlt dennoch einen genaueren Blick auf den Lernatlas, weil erstmals ein erweiterter Lernbegriff zugrunde gelegt werde, der die Tatsache berücksichtigt, dass der Mensch ein Leben lang lernt. So geht es nicht nur um Lernen in der Schule, sondern auch um berufliche Bildung, soziales Lernen (z.B. im Verein) und persönliches Lernen (z.B. in der Bibliothek oder im Internet). „Wo lebenslang gelernt wird, sind die Menschen glücklicher, das Zusammenleben sozial gerechter und die Gesellschaft wohlhabender, so die Bertelsmann Stiftung. Schwächen hat die Studie dennoch, findet Martin Habersaat: Kindertagesstätten wurden nicht berücksichtigt, vielen Fragestellungen liegen Daten nur pro Bundesland und nicht pro Kreis zugrunde, manche Daten sind nicht mehr ganz aktuell.

Im Bereich der schulischen Bildung landet Stormarn im Mittelfeld. Eine Stärke des Kreises: Wenige Schülerinnen und Schüler verlassen das Schulsystem ohne einen Abschluss, es gibt wenig Sitzenbleiber. Habersaat: „Das ist ein Zeichen dafür, dass unsere Schulen ihre Verantwortung für die einzelne Schülerin und den einzelnen Schüler ernst nehmen." Weniger stark ist der Wert bei der Lesekompetenz und anderen Vergleichsstudien, bei denen Schleswig-Holstein allerdings insgesamt schwach abschnitt.

Gute Werte erreicht der Kreis beim persönlichen Lernen, unter anderem wegen der relativ guten Internetanbindung großer Teile des Kreises und bei der beruflichen Bildung, ein Kompliment für die Beruflichen Schulen in Bad Oldesloe und Ahrensburg ebenso wie für die ausbildenden Betriebe. Habersaat: „Wer einen Ausbildungsplatz hat, schafft in der Regel auch einen guten Abschluss. Besser werden müssen wir allerdings für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben."

Das soziale Lernen ist Stormarns Schwäche (Platz 95 von 144). Das Engagement in den Freiwilligen Feuerwehren ist überdurchschnittlich gut, die Wahlbeteiligung ebenso. Insgesamt gibt es in Stormarn jedoch weniger ehrenamtliches Engagement als anderswo. Zur Verbesserung dieser Werte schlägt Martin Habersaat zwei Dinge vor: „Städte und Gemeinden sollten in Zeiten knapper Kassen nicht immer zuerst bei den sogenannten „freiwilligen Leistungen" den Mitteln für Vereine, Verbände, Volkshochschulen und Bibliotheken kürzen. Sie gehören zu einer funktionierenden Bildungslandschaft einfach dazu. Zweitens können gut in der Stadt oder Gemeinde vernetzte Schulen mit einem überzeugenden Nachmittagsangebot helfen, diese Lücke zu füllen."

www.deutscher-lernatlas.de


 
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Martin Habersaat: Storch Heinar und Torsten Albig in Glinde - endlich ist das Album fertig: http://t.co/ZdPGgysC
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