Stormarn macht gute Schule besser
Dem letzten Landesbildungsbericht ließ sich entnehmen, dass 5,8% der Schulabgänger im Kreis Stormarn die Schule ohne Schulabschluss verlassen. Dieser Wert muss für alle, die politische Verantwortung tragen, als zu hoch gelten. Dennoch ist es der niedrigste Wert im Land, der Kreis Schleswig-Flensburg hält hier mit 11,8% die rote Laterne. 34,8% der Schulabgänger Stormarns erreichen ihr Abitur. Das ist der beste Wert im Land, den schlechtesten liefert der Kreis Dithmarschen mit 14,5% (Bundesschnitt: 25,5%). In unserem Kreis gibt es 16 gymnasiale Oberstufen, in Dithmarschen derer vier.
Zu verdanken hat Stormarn diese gute Ausstattung auch engagierten Eltern: Eltern, denen die Einrichtung von Gesamtschulen (heute Gemeinschaftsschulen) mit Oberstufen zu verdanken ist, die anderen Kreisen heute fehlen. Eltern, die durch ihr Anmeldeverhalten die Einrichtung von Regionalschulen verhindert haben, so dass es heute hier das zweigliedrige Schulsystem gibt, das Viele für das System der Zukunft halten. Auch der Streit um G8 und G9 ging an Stormarn vorüber und meine Empfehlung ist, die Energie weiterhin in die Entwicklung guter Schulen vor Ort zu stecken.
Ein immer wichtiger werdender Schulzweig sind die Beruflichen Schulen und die Beruflichen Gymnasien. In Neumünster beispielsweise werden heute mehr Abiturzeugnisse dort vergeben als anderswo. Der Kreis Stormarn wird, so hat es der Schulausschuss beschlossen, diesen Zweig weiter stärken und neben Bad Oldesloe nun auch für Ahrensburg die Einrichtung eines Beruflichen Gymnasiums ab 2012/2013 beantragen. Das wäre die Oberstufe Nummer 17 und ein wichtiger Schritt dahin, den Wert von 34,8% weiter zu verbessern. Weil die Köpfe unserer Kinder der einzige Rohstoff sind, den wir haben. Deswegen wird auch über die 5,8% weiter zu reden sein.
Martin Habersaat ist bildungspolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Stormarn und der SPD-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein.
