Bremst Kiel die Metropolregion aus?
Martin Habersaat, Landtagsabgeordneter aus Barsbüttel, war an dem Abend dabei. Er sagt: „Im Hamburger Rand, entlang der A1 und mit der Telefonvorwahl 040 liegen die begehrtesten Flächen des Landes. Es wäre schade, wenn Barsbüttel hier nicht maßvoll wachsen dürfte, auch, um damit die gute soziale Infrastruktur in der Gemeinde, von Bildungsstätten über Sportanlagen bis zu Gemeinschaftshäusern, aufrecht zu erhalten. Von der finanziellen Lage des Landes gar nicht zu reden."
Die Südstormarner Nachbarn unterstützen das Anliegen, der Kreis Stormarn und die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn mbH (WAS) ebenso. Deren Geschäftsführer Norbert Leinius war in Barsbüttel dabei und unterstrich: „Es gibt in Stormarn laut jüngsten Gutachten drei A-Lagen: Stapelfeld / Braak, Reinbek und Barsbüttel. Hier können neue Arbeitsplätze geschaffen werden, von denen die ganze Region profitiert." Nun gelte es, nicht die Hände in den Schoß zu legen.
IHK-Vertreter Nils Thoralf Jarck beschrieb die Perspektiven Stormarns im Zusammenhang mit der festen Querung des Fehmarbelts und sprach von der „Wachstumsachse A1". 2013 soll die Regionalplanung an die Kreise übergehen. Leinius warnte davor, bis dahin nicht zu tun: „Allein 2011 hatte die WAS in Barsbüttel Anfragen über 11,5 Hektar. Den Interessenten ist nicht damit gedient, wenn man ihnen dann freie Flächen in Steinburg oder Dithmarschen anbietet."
„Es entspräche nicht dem bisherigen Wirken der Landesregierung, Fachkräfte aus Hamburg an die Westküste zwangsumzusiedeln. Deshalb habe ich Hoffnung, dass noch Bewegung in die Sache kommt", war das Fazit von Martin Habersaat. Dabei dürfe es nicht darum gehen, 40 Hektar auf einmal umzuwandeln. Wichtig sei, in den kommenden Jahrzehnten aber passende Teilflächen in der Hinterhand zu haben. Hilfreich auf dem weiteren Weg wird sein, wenn Barsbütteler Unternehmen gegenüber der Verwaltung ihre möglichen Erweiterungsbedarfe bekannt geben.
