Blick in die Zukunft

Foto: Martin Habersaat und Rainhard Zug
Foto: Martin Habersaat und Rainhard Zug

Martin Habersaat trifft Rainhard Zug:

Welche Entwicklungen für Stadt und Land sind zu erwarten? Welche Chancen bieten sich, wo ist aktives Handeln erforderlich? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt des diesjährigen Sommergesprächs von Martin Habersaat und Rainhard Zug. Das Glinder Rathaus war die dritte Station der Sommertour des stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion zu „seinen“ Bürgermeistern. Themen waren unter anderen der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in unterschiedlicher Größe je nach Lebensphase, eine gute Infrastruktur im Hamburger Umland und gute Bildungsangebote.

Nach den Sommerferien werden auch die Glinder Grundschulen von den neuen Schulassistenten unterstützt. Auch die Stadt Glinde hat sich für die Variante entschieden, nach der das Land diese unbefristet einstellt. Martin Habersaat ist zuversichtlich, dass alle Schulen eine entsprechende Unterstützung finden. „Viele Grundschulen wissen schon genau, wen sie sich für die neue Aufgabe wünschen“, berichtet er. Gleichwohl werde es in dem Bereich, vor allem bei Erzieherinnen und Erziehern, immer schwerer, qualifiziertes Personal zu finden. „Die können sich ihren Arbeitgeber derzeit aussuchen“, berichtet Zug. Deshalb müsse man auch darüber nachdenken, wie man ein attraktiver Arbeitgeber bleiben könne. Auch die Schullandschaft entwickelt sich. Seit den 1990er-Jahren haben Eltern von Kindern mit Förderbedarf ein Wahlrecht, ob ihre Kinder an einer allgemeinbildenden Schule inklusiv oder an einer Förderschule beschult werden sollen. Für die Wilhelm-Busch-Schule in Glinde hat dies, trotz ausgezeichneter Arbeit, einen Schülerrückgang zur Folge. Wurden hier 2010 noch 48 Schülerinnen und Schüler beschult, sind es heute nur noch knapp über 20. Längst gibt es Modelle, nach denen die benachbarte Gemeinschaftsschule und die benachbarte Grundschule die vorhandenen Räumlichkeiten, alle erst wenige Jahre alt, mit nutzen.

Glinde zählt zu den Kommunen, in denen die neue Mietpreisbremse zur Anwendung kommen wird. Allerdings, so Zug, brauche es auch Neubauten mit Augenmaß, um den Bedarf der jungen Stadt im Grünen zu decken. Mit Fördermitteln des Landes und mit Unterstützung der Wohnungswirtschaft wird Glinde auch in den kommenden Jahren zusätzlichen Wohnraum schaffen. Auch die Entwicklung der Infrastruktur -beispielsweise des Glasfasernetzes-, von Gewerbesteuer und Arbeitsplätzen nahmen Bürgermeister und Abgeordneter ins Auge, als sie die Entwicklung unterschiedlicher Gewerbegebiete in den vergangenen und den kommenden Jahren besprachen. Martin Habersaat: „Der Süden Stormarns ist eine der Boom-Regionen des Landes. Das birgt viele Chancen, die wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern nutzen können.“