Besuch bei Matthias Heidelberg in Wentorf

Foto: Heidelberg, Habersaat
Foto: Heidelberg, Habersaat

Landtagsabgeordneter informiert sich aus erster Hand:

Der Sommer 2016 war zu kurz. Jedenfalls fehlten dem Landtagsabgeordneten für Südstormarn und Wentorf, Martin Habersaat, im Herbst noch zwei Stationen auf der traditionellen Sommertour zu „seinen“ Bürgermeistern. Den Wentorfer Bürgermeister Matthias Heidelberg konnte der 39jährige Sozialdemokrat jetzt besuchen, Reinbeks Bürgermeister Björn Warmer folgt noch im November. Der späte Termin hatte den Vorteil, nah an der Flüchtlingskonferenz von Land und Kommunen am 9. November in Lübeck zu liegen, so dass Martin Habersaat sich aus erster Hand über die Lage in Wentorf informieren konnte.

„Die Landesunterkunft in der ehemaligen Sprachheilschule war ein Glück für Wentorf“, sagt Heidelberg in der Rückschau. Die Gemeinde sei zusammengewachsen, das Ehrenamt enorm aktiviert und das DRK regelrecht wiederbelebt worden. Besonders gut sei die Idee gewesen, die Polizei als Ansprechpartner in allen Erstaufnahmeeinrichtungen dabei zu haben. Größere Schwierigkeiten bei der Unterbringung der Flüchtlinge gebe es in Wentorf nicht. Als Ergebnis der Konferenz wünschte Heidelberg sich ein stärkeres Engagement des Landes bei den Integrationskosten, besonders für nachziehende Familienangehörige. 35 von ihnen, darunter viele Frauen und Kinder, sind in den letzten Monaten in Wentorf angekommen. Habersaat zeigte sich zuversichtlich, dass es hier eine Lösung im Interesse der Kommunen geben wird.

Der Landtagsabgeordnete informierte sich auch über die geplante Sanierung der L222. Die Bauarbeiten auf dem Reinbeker Weg sollen ab März 2017 richtig losgehen und sechs bis acht Monate dauern. Arbeiten an den Erdgas- und Wasserleitungen finden schon vorher statt. Die Verbindungsstraße zwischen Reinbek und Wentorf wird erst teilweise und später vollständig gesperrt sein. „Aber wenn man sanierte Straßen haben will, muss man Bauarbeiten in Kauf nehmen“, findet Habersaat. Ein weiteres Thema waren die aktuellen Wohnungs- und Gewerbebauvorhaben in der Gemeinde. Heidelberg, der am 31. März 2017 seinen letzten Tag als Bürgermeister in Wentorf haben wird, kann auf zahlreiche städtebauliche Vorhaben in seiner Amtszeit zurückblicken, die das Gesicht Wentorfs verändert haben. Momentan gibt es Entwicklungen im Zentrum, von neuen Wohngebieten mit Platz für einige hundert Neu-Wentorferinnen und Wentorfer über den Umzug von Budnikowski bis hin zur  ALDI-Erweiterung.