Warum gibt es montags keine Post?

Martin Habersaat zu Besuch bei der Deutschen Post

Zu einem Gespräch über das Serviceangebot der Deutschen Post trafen sich der Reinbeker Landtagsabgeordnete Martin Habersaat und die Regionale Politikbeauftragte des Unternehmens, Anja Renziehausen, in Hamburg. Themen waren die Häufigkeit und Regelmäßigkeit der Zustellung, das Filialnetz, aber auch Briefkästen und Onlineangebote.

Die Beobachtung, dass manche Haushalte nicht jeden Tag Post bekommen, konnte Renziehausen mit Blick auf den Montag plausibel erklären: 90 Prozent  der heute verschickten Briefe sind Geschäftspost, nur 10 Prozent Privatpost. Die Post ist verpflichtet, an sechs Werktagen, also von Montag bis Samstag, zuzustellen. Da die meisten Unternehmen am Samstag aber keine Briefe schreiben, gibt es am Montag oft nichts zuzustellen.

Das werde noch deutlicher spürbar, als „entgeltbegünstigte Post“ oft mit anderen Sendungen zusammen zugestellt werde, darüber hinaus gibt es für entgeltbegünstigte Sendungen (Infopost, Wurfsendungen) andere Laufzeitvorgaben.  Natürlich, so Renziehausen, gingen Krankheitswellen auch nicht spurlos an der Post vorbei, aber selbstverständlich wolle das Unternehmen seine Verpflichtungen einhalten. Sollte das einmal nicht der Fall sein, so ist der Privatkundenservice telefonisch unter 0228 / 4333112 oder über ein Kontaktformular im Internet zu erreichen: https://www.deutschepost.de/de/service1.html

Was das Filialnetz angeht, so ist die Post verpflichtet, in jeder Kommune mit mehr als 2.000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine Filiale zu betreiben. Mit Ausnahme der Konzernzentrale in Bonn und einer Zweigstelle beim Deutschen Bundestag in Berlin betreibt die Post diese Filialen allerdings nicht mehr selbst, sondern mit Partnern. Geht einmal ein Partner verloren, muss die Post einen neuen finden. Über 1.000 Filialen bundesweit, etwa auch in der Reinbeker Sophienstraße, werden von der Postbank betrieben. Insgesamt gibt es bundesweit 13.000 Filialen,  11.000 Paketshops und 110.000 Briefkästen. Wer wissen will, welche Angebote es in seiner Nähe gibt, finde diese im Internet unter dem Schlagwort „Postfinder“.

Abschließend fragte der Abgeordnete nach Vandalismusproblemen bei den Briefkästen in seinem Wahlkreis. Die gute Nachricht: Reinbek, Barsbüttel, Glinde, Oststeinbek und Wentorf sind in dieser Hinsicht unauffällig. Lediglich die Jahreswende stellt ein Problem dar. Ein umso größeres, je weiter die Verbreitung illegaler Böller sei…