Schülerbeförderungskosten

Plenarsaal
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Unterschiedliche Belastung für die Eltern in Schleswig-Holstein:

In der letzten Legislaturperiode hat die Landesregierung im Auftrag von SPD, Grünen und SSW eine Erhebung zu den Anteilen der Eltern an den schulischen Bildungskosten ihrer Kinder vorgelegt (Drucksache 18/4685). Knapp 1000 Euro im Jahr mussten die Eltern danach pro Schuljahr ausgeben. Noch immer läuft eine Gesprächsreihe des Bildungsausschusses mit dem Ziel, diese Kosten zu reduzieren. Nach einer „Erinnerung“ von Kinderschutzbund und Landeselternvertretungen wird jetzt hoffentlich 2019 eine Lösung vorgestellt. Im Schnitt 100 von diesen 1000 Euro entfallen auf die Fahrtkosten.

Dabei muss allerdings beachtet werden, dass nicht für alle Eltern Kosten anfallen. Einige wohnen nah genug an der Schule, andere haben das Glück, in einem Kreis zu wohnen, der keine Elternbeteiligung erhebt. Die kreisfreien Städte sind hier eine Geschichte für sich. Für die anderen Eltern sind es dann entsprechend mehr als 100 Euro im Jahr. Der letzte Punkt stellt ebenso eine Ungerechtigkeit dar wie der Umstand, dass die Kreise in den meisten Fällen keine Finanzierung der Fahrkarten für Oberstufenschüler oder Berufsschüler vorsehen. Nordfriesland und Dithmarschen werden sich nicht einig über die Fahrtkosten zur Gemeinschaftsschule mit Oberstufe, wenn dabei die Kreisgrenze überschritten wird.  Abitur kostet mehr – solche Umstände gehören in Deutschland dringend überwunden. Es ist gut, dass der Kreis Ostholstein einen Schritt voran geht und die Kosten bis zum Alter von 21 Jahren übernehmen will.

Bildungsnebenkosten dürfen kein Hindernis auf dem Weg zum angestrebten Schulabschluss sein. Land und Kreise müssen hier bald eine Lösung finden; ich würde mir wünschen, dass es eine landesweit einheitliche Lösung ist, die Schüler und Eltern von den Beförderungskosten entlastet.

Schülerbeförderungskosten – Rechtslage

Schülerbeförderungskosten – Die Lage in den Kreisen