Barsbüttel ist jetzt Wissenschaftsstandort

Thünen Barsbüttel
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Martin Habersaat zu Besuch beim Thünen-Institut

Im ersten Halbjahr 2018 ist der Bereich Holzchemie des Thünen-Instituts für Holzforschung in den Barsbütteler Ortsteil Willinghusen gezogen. Die etwa 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben inzwischen die Umzugskartons ausgepackt und die meisten ihrer Geräte in Betrieb genommen. Zeit für einen Besuch des örtlichen Landtagsabgeordneten Martin Habersaat, der auch Vorsitzender des Arbeitskreises Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur der SPD-Landtagsfraktion ist. Habersaat und seine Wahlkreismitarbeiterin Marion Meyer, im Ehrenamt Vorsitzende der SPD Barsbüttel, bekamen einen Einblick in die Arbeit des Instituts und durften die neuen Räumlichkeiten besichtigen.

Seit über 60 Jahren kooperiert das Thünen-Institut mit der Universität Hamburg, weshalb auch der universitäre Arbeitsbereich Holzchemie im Gebäude untergebracht ist. Deshalb standen neben dem Arbeitsbereichsleiter Dr. Ralph Lehnen und dem Teamchef Dr. Othar Kordsachia auch Prof. Dr. Bodo Saake und Dr. Katrin Schwarz von der Universität Hamburg als kompetente Gesprächspartner zur Verfügung. Sie forschen in unterschiedlichen Arbeitsgruppen in Barsbüttel unter anderem zur Herstellung von Faserstoffen, zu Papierherstellung und -recycling, zur Herstellung von biobasierten Klebstoffen und zur Entwicklung lebensmittelgeeigneter Verpackungen. Martin Habersaat zeigte sich beeindruckt: „Als ich Gemeindevertreter in Barsbüttel wurde, haben in diesen Räumen Tierversuche stattgefunden, das war vor Ort sehr umstritten. Uneingeschränkt positiv ist die neue Nutzung dieses Gebäudes und ich freue mich sehr darüber, dass meine Heimatgemeinde Barsbüttel damit Wissenschafts- und ein bisschen Hochschulstandort geworden ist.“

Inwieweit die Einrichtung mit den Schulen der Region und der Stormarner Wirtschaft kooperieren kann, soll in den kommenden Monaten erarbeitet werden. Den neuen Nachbarn will sich die Einrichtung 2019 auch in einem Tag der offenen Tür vorstellen. Eine weitere gute Nachricht: „Wir werden in Kürze zwei Ausbildungsplätze für Chemie-Laboranten ausschreiben“, berichtete Lehnen seinen Gästen.

Hintergrund:

Das Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei gehört mit seinen 14 Fachinstituten zum Geschäftsbereich des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Es entwickelt Konzepte für eine nachhaltige Land-, Forst- und Holzwirtschaft sowie Fischerei und berät die Politik. Das Thünen-Institut für Ökologischen Landbau hat seinen Sitz schon lange in Trenthorst im Kreis Stormarn. Das Thünen-Institut für Holzforschung, das nun einen Bereich nach Barsbüttel ausgelagert hat, sitzt in Hamburg-Bergedorf.

 

Foto: Prof. Dr. Bodo Saake, Martin Habersaat MdL, Dr. Othar Kordsachia, Dr. Katrin Schwarz, Dr. Ralph Lehnen