Weihnachten zum Arzt?

Martin Habersaat zu Besuch bei der Notfallpraxis Reinbek:

Weihnachten zum Arzt? Manchmal muss das sein. Eine Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten im südlichen Stormarn und im Osten Hamburgs an Feiertagen, Wochenenden und spätabends ist die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hamburg am Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift. Die Ärzte dort, in der Regel Hausärzte aus Hamburg und Schleswig-Holstein, übernehmen hier außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten die ambulante haus­ärzt­liche Behandlung. Der Reinbeker Landtagsabgeordnete Martin Habersaat besuchte jetzt die junge Einrichtung, um sich über deren Arbeit und die Erfahrungen in den ersten Monaten zu informieren.

Seit April betreibt die KV Hamburg diese Praxis, vorher gab es hier eine Einrichtung der KV Schleswig-Holstein. Etwa 50 Ärzte teilen sich 45 Dienste, jeder ist ca. einmal im Monat dran. „Ärztinnen und Ärzte, die bereits vorher hier tätig waren, haben wir gerne in unsere Arbeit übernommen“, berichtet Carmen Rehbock, Leiterin der fünf von der KV Hamburg betriebenen Notfallpraxen. Neben Reinbek finden diese sich in Altona, Farmsen, Harburg und am UKE. Im Gegenzug betreibt die KVSH bereits seit 2007 in der Asklepios Klinik Nord in Heidberg eine Bereitschaftsdienstpraxis in Hamburg. Auch hier arbeiten Ärzte aus beiden Bundesländern zusammen. „Hier funktioniert die länderübergreifende Zusammenarbeit sehr gut!“, freut sich Martin Habersaat. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion war einst Gründungsvorsitzender des gemeinsamen Ausschusses von Landtag und Hamburgischer Bürgerschaft für die Zusammenarbeit beider Länder.

Die erhoffte Entlastung für die Notaufnahme der Klinik sei durch die Notfallpraxis eingetreten, berichtete Rehbock. Am Empfang der Klinik werden Patientinnen und Patienten der Notfallpraxis oder der Notaufnahme des Krankenhauses zugeordnet. Ungefähr 1.000 Patientinnen und Patienten monatlich seien seit April in der Praxis behandelt worden. Erst wenn die hausärztli­chen Behandlungsoptionen ausgeschöpft sind, werden die Patienten von den Medizinern der Zentralen Notaufnahme weiter versorgt. Dort gibt es dadurch mehr Kapazitäten für die Behandlung von Menschen mit schweren oder lebensbedrohlichen Erkrankungen.

Öffnungszeiten der Notfallpraxis:

Mo, Di, Do, Fr:             19 – 24 Uhr

Mi:                              13 – 24 Uhr

So, So, Feiertage:       10 – 24 Uhr