Neuer Jugendtreff in Glinde

Martin Habersaat und Ralf Stegner zu Besuch im Oher Weg:

Neben der Spinosa und dem Gutshauskeller hat Glinde endlich ein neues Jugendzentrum in Betrieb nehmen können. Im Oher Weg 24 gibt es ab sofort mittwochs bis freitags zwischen 14 und 20 Uhr Angebote für Jugendliche ab zwölf Jahren. Gleich am ersten regulären Öffnungstag gab es prominenten Besuch: Der SPD-Landtagsabgeordnete Martin Habersaat und sein Fraktionsvorsitzender Ralf Stegner waren vorbeigekommen, und sie konnten gleich ein gut besuchtes Haus erleben. Außerdem wurden die neuen Räumlichkeiten besichtigt und es stand ein Gespräch mit den Fachleuten aus Glinde über die Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt auf dem Programm. Bürgermeister Rainhard Zug, Glindes Stadtjugendpflegerin Dagmar Schöps, die Einrichtungsleiterin Charlotte Ridinger und der Erste Stadtrat Frank Lauterbach hatten eine Menge zu erzählen.

Rund 1,2 Millionen Euro hat die Stadt in das neue Jugendzentrum investiert, auch das Personal für die Jugendarbeit wurde aufgestockt. „Eine sinnvolle Investition in die Zukunft“, betonten Rainhard Zug und der Frank Lauterbach. Charlotte Ridinger stellte die Strukturen der Jugendarbeit in Glinde vor und zeigte die Möglichkeiten auf, die in dem neuen Jugendzentrum liegen. Gemeinsam mit den Jugendlichen sollen diese in den kommenden Monaten ausgelotet werden. Die Küche bietet Raum für Kochkurse oder selbstorganisierte Café-Angebote, ein Bandkeller soll eingerichtet werden und ein großer Raum steht für Fitness und Bewegung zur Verfügung. „Wir bieten hier einen Rahmen, den die Jugendlichen selbst ausfüllen können“, so Ridinger. Auch ein Name für die Einrichtung soll noch gemeinsam gefunden werden.

Ein weiteres Thema war die Nachmittagsbetreuung an den Schulen der Stadt. Glinde möchte alle Angebote des offenen Ganztags auf Hort-Niveau heben, ist sich aber über die Möglichkeiten der Raumnutzung mit dem Kreis noch nicht einig. „Wir wollen nicht eine Schule haben, in der bis mittags Betrieb ist und daneben einen Hort, in dem es ab mittags losgeht“, beschreibt Rainhard Zug das Problem. Dagmar Schöps ergänzt: „Natürlich sollen Kinder nicht den ganzen Tag im Klassenraum verbringen. Aber genauso natürlich wollen wir die Möglichkeiten, die die Räume der Schule bieten, den ganzen Tag nutzen.“ Stegner und Habersaat versprachen, das Thema mit nach Kiel zu nehmen. „Da der Bund einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Schule plant, wird es bei diesem Thema in nächster Zeit viel Bewegung geben“, berichtete Martin Habersaat.