Lernplattformen jetzt überall ausbauen!

Studentin mit Laptop Pixabay

Zu aktuellen Vereinbarungen zur Umsetzung des Digitalpakts und zum jüngsten Bericht der Bildungsministerin im Bildungsausschuss sagt Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, 100 Millionen Euro aus dem Digitalpakt Schule kurzfristig für den Auf- und Ausbau von Online-Lernplattformen zur Verfügung zu stellen. Das ist gut investiertes Geld, weil sich in den Wochen der „präsenzfreien Zeit“ an unseren Schulen gezeigt hat, dass die Vorteile solcher Plattformen kaum zu überschätzen sind.

In Schleswig-Holstein nutzen nach Auskunft der Bildungsministerin im Bildungsausschuss (17.4.) 400 Schulen die Plattformen SchulCommSy oder IServ. 80 seien in den vergangenen Wochen nach Schließung der Schulen hinzugekommen. Das ist einerseits gut, zeigt aber auch vor dem Hintergrund von 792 Schulen in Schleswig-Holstein, dass die Hälfte des Weges noch vor uns liegt. Vor allem an den Grundschulen ist noch viel zu tun.
Der Digitalpakt war am 17. Mai 2019 in Kraft getreten. Bis 2024 stellt der Bund mit dem Pakt fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung von Deutschlands Schulen bereit. Hinzu kommen die Eigenanteile von Ländern und Kommunen. Schleswig-Holstein muss die aktuelle Situation dringend zum Anlass nehmen, diese Eigenanteile für die Kommunen zu übernehmen und nicht, wie jetzt, den kompletten Eigenanteil auf diese abzuwälzen. Alle anderen Länder in Norddeutschland tun das, viele süddeutsche Länder sogar weit mehr.