SPD möchte Kulturschaffenden helfen

KuB Oldesloe
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Corona-Hilfen haben noch viele Lücken:

Die SPD-Landtagsfraktion setzt sich für eine bessere Unterstützung der Kulturschaffenden in Schleswig-Holstein ein. Martin Habersaat, Landtagsabgeordneter aus Reinbek und kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Wir müssen prüfen, an welchen Stellen die Bundeshilfen nicht ausreichen. Freischaffende Künstler können zwar Hilfe für die Atelier- oder Studiomiete erhalten, aber nicht für ihre Lebenskosten. An diesen Lücken muss das Land ansetzen. Baden-Württemberg, Hamburg und zuletzt Bremen tun das bereits.“ Auch die kulturelle Infrastruktur in den Kommunen müsse in den Blick genommen werden. Vielerorts seien Eigeneinnahmen von Museen, Theatern und Spielstätten teil des Finanzierungskonzepts.

In ihrer Antragsbegründung schreiben die Sozialdemokraten: „Die Künstlerinnen und Künstler, die Kulturwirtschaft und die öffentlichen wie privaten Kultureinrichtungen stehen vor einer existenziellen Bedrohung. Infolge der Corona- Krise sind öffentliche Veranstaltungen weitestgehend eingebrochen. Künstlerinnen und Künstler und die gesamte Kulturlandschaft brauchen Unterstützung über die Hilfe bei typischen Betriebskosten hinaus, um ihre Existenz zu sichern, akute Liquiditätsengpässe zu überbrücken und ihre Arbeit für die Gesellschaft auch zukünftig zu sichern. Das Land Schleswig-Holstein hat dazu beigetragen, Künstlerinnen und Künstler aus dem Kulturhilfefonds des Landeskulturverbands einmalig mit 1.000 Euro unterstützen zu können. Das ist ein Anfang, doch reicht dieser Betrag bei weitem nicht aus und ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Die Debatte über diesen Antrag findet am Freitagvormittag statt.

 

Der Antrag 19/02224:

http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/02200/drucksache-19-02224.pdf?fbclid=IwAR0uI2V1BrYpwhxVuFWQ1aYwmJr8DrjPhEfQrtFujEqq1VYeeDPkbi58oqk