Oststeinbek kam bisher gut durch die Corona-Zeit

Martin Habersaat zum Sommergespräch bei Jürgen Hettwer:

Bereits im Januar 2020 trat in der Gemeinde Oststeinbek eine Dienstvereinbarung zur Telearbeit in Kraft, nach der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung einen Tag in der Woche von zuhause aus arbeiten können. Die regulatorischen und technischen Voraussetzungen waren also schon da, als Corona im März zum Lockdown in Deutschland führte. „Wir mussten zwar noch ein paar Geräte nachkaufen, aber wir wussten schon, wie es geht“, blickt Bürgermeister Jürgen Hettwer auf die Ereignisse im Frühjahr zurück. Corona und die Folgen waren ein wichtiges Thema beim Sommerbesuch des SPD-Landtagsabgeordneten Martin Habersaat im Oststeinbeker Rathaus. Auch in Hettwers Büro sind diese Folgen zu sehen: Besprechungsteilnehmer am großen Tisch in Hettwers Büro werden durch eine Plexiglasscheibe voneinander getrennt.

Weitere Maßnahmen waren, den Bauhof in getrennten Teams arbeiten zu lassen, bei Fachbereichsleitungen und Gemeindekasse die Begegnungen der zuständigen Mitarbeitenden und ihrer Vertretungen zu verhindern. An der Terminvergabe für das Rathaus will Hettwer noch eine Weile festhalten. Insgesamt, so der Bürgermeister, kam Oststeinbek bisher stabil durch die Corona-Zeit. Mehr Sorgen macht er sich, wenn er auf die Auswirkungen der Krise auf die Landesfinanzen und das Finanzausgleichsgesetz (FAG) blickt. Martin Habersaat kann sich einen kleinen Rückblick nicht verkneifen: „Bei der letzten FAG-Reform bin ich gerade aus der CDU Oststeinbek hart kritisiert worden. Jetzt sieht es so aus, als würde eine CDU-geführte Landesregierung die Lage für Oststeinbek mit ihrer Reform noch schwieriger machen.“

Eine besonders gelungene Aktion der Gemeinde in der Krise war aus Sicht von Bürgermeister und Abgeordnetem die  „Quarantäne-Bolognese“. Die Gleichstellungsbeauftragte und die Bürgerstiftung organisierten für Familien, die zwischen Homeoffice, Kinderbetreuung und Homeschooling stark gefordert waren, einen tollen Service: Einmal in der Woche wurde vom Weinkontor Retana eine warme Mahlzeit geliefert. Die Bürgerstiftung war bereit, das Projekt mit 10.000 Euro zu unterstützen. „Ein schönes Symbol für die Familien und den Zusammenhalt in der Gemeinde – und Unterstützung für einen örtlichen Gastronomiebetrieb“, fasst Jürgen Hettwer zusammen.