Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Spurensuchen 2020

2020/21 geht es um den Sport:

„Bewegte Zeiten“ – Das gilt für die Monate der Corona-Pandemie sicherlich, es ist aber auch der Titel des diesjährigen Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten. Martin Habersaat ist Landtagsabgeordneter aus Reinbek, der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion ist aber auch gelernter Geschichtslehrer und verfolgt deshalb den „Spurensuchen“-Wettbewerb aufmerksam mit. „Dieses Jahr geht um die Frage, wie der Sport die Gesellschaft prägen kann“, berichtet er, und hat spontan viele Beispiele parat. „Turnvater Jahn wollte die deutsche Jugend einst fit machen für den Kampf gegen Napoleon, Hitler und die NSDAP versuchten 1936, die Olympischen Spiele in Berlin für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Die Arbeitersportbewegung wiederum gehört fest zur Geschichte der Sozialdemokratie.“

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland. Er will bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte wecken, Selbstständigkeit fördern und Verantwortungsbewusstsein stärken. Ausgeschrieben wird der Geschichtswettbewerb zu wechselnden Themen in einem zweijährigen Turnus. Vom 1. September 2020 bis zum Einsendeschluss am 28. Februar 2021 sind alle Kinder und Jugendlichen – vom Grundschulalter bis 21 Jahren – eingeladen, sich zum neuen Thema auf historische Spurensuche zu begeben. Zu gewinnen sind Einzelpreise bis zu 2.500 Euro, teilnehmen können einzelne Schülerinnen und Schüler, aber auch größere Gruppen. Erwartet werden schriftliche Beiträge mit einem Umfang von maximal 50 Seiten, aber auch Filme oder Podcasts sind möglich.

Mehr Informationen und hilfreiche Arbeitsblätter für die einzelnen Projektschritte finden sich auf www.geschichtswettbewerb.de.

 

Hintergrund:

Der Wettbewerb, seit 1973 von der Hamburger Körber-Stiftung und dem Bundespräsidialamt ausgerichtet, geht zurück auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Hamburger Stifters Kurt A. Körber. Sie wollten junge Menschen zur Auseinandersetzung mit den demokratischen Traditionen der deutschen Geschichte anregen.