Impfzentrum Reinbek: Am 1. März geht es los

Allerdings nicht für Menschen über 65:

Sämtliche Stormarner Impfzentren sollen am 1. März den Betrieb aufnehmen. Auf den ersten Blick ist das eine gute Nachricht, auf den zweiten Blick ist Martin Habersaat, Landtagsabgeordneter aus Reinbek, allerdings nicht zufrieden: „Vom 1. März bis zum 15. März wird in allen Impfzentren vormittags der Impfstoff von Astra Zeneca verimpft. Nachmittags geht es mit dem Impfstoff von Biontech weiter, allerdings nur in Bad Oldesloe. Da der Impfstoff von Astra Zeneca für Menschen ab 65 nicht zugelassen ist, ändert sich an den weiten Wegen für Senioren aus dem Süden des Kreises zunächst nichts.“ Das sei vor allem ärgerlich, weil der Kreis Stormarn Biontech-Impfungen in Bad Oldesloe und Reinbek anbieten wollte, das Sozialministerium in Kiel dies aber unterband. Besser wird es erst ab dem 15. März, wenn von 13-18 Uhr in allen Impfzentren Impfstoffe der Hersteller Biontech und Moderna (in Neumünster) verabreicht werden sollen.

Aktuell läuft der Versand von Einladungsschreiben an Menschen über 83. Wer über 85 Jahre alt ist, sollte ein entsprechendes Schreiben bereits erhalten haben. Habersaat: „Es war gut, dass die Landesregierung unseren Vorschlag zu einem nutzerfreundlicheren Einladungsverfahren aufgegriffen hat. Zwei Drittel aller Anrufe auf diese Einladungsschreiben hin können direkt angenommen werden, beim Rest der Fälle sind noch mehrere Anrufe erforderlich – aber es ist kein Vergleich mehr zu dem unwürdigen Windhundverfahren, das am Anfang genutzt wurde.“ Von den mobilen Impfteams ist zu berichten, dass die Impfungen in stationären Altenpflegeeinrichtungen derweil nahezu abgeschlossen sind, es folgen nun Einrichtungen der Eingliederungshilfe, der Tagespflege und der ambulant betreuten Wohnformen für Ältere. Diese werden angeschrieben und erhalten die Möglichkeit, sich für eine Impfung anzumelden.

Von den aufgetretenem Corona-Mutationen spielt in Schleswig-Holstein derzeit nur die britische Variante eine Rolle, die inzwischen in allen Kreisen und kreisfreien Städten nachgewiesen wurde. Habersaat: „Es gibt aber auch gute Nachrichten: Bereits eine erste Impfung, mit welchem Impfstoff auch immer, sorgt offenbar für einen milderen Verlauf der Erkrankung.“ Und in Dänemark habe sich gezeigt, dass auch Virusmutationen mit den bekannten Maßnahmen in den Griff zu bekommen seien.

(aktualisierte und ergänzte Fassung des Textes vom 18. Februar)

Foto: Martin Habersaat vor dem Impfzentrum im Reinbeker Jürgen-Rickertsen-Haus. Der Landtagsabgeordnete wünscht sich einen schnellen Start des Impfangebots für Senioren.