Viele Themen rund um die K80

Martin Habersaat zu Gast bei Rainhard Zug: 

Vom 2.Mai bis zum 16. Oktober ist die K80 gesperrt, die wichtigste Verbindung im Süden Stormarns. Obwohl keine der Regelumleitungen über Glinder Stadtgebiet führt, sind verkehrliche Auswirkungen auch in der Stadt zu spüren. „Wer hier lebt, weiß natürlich, welche Ausweichmöglichkeiten in Frage kommen“, so Rainhard Zug. Oft treffe es die Möllner Landstraße und ihre Zubringerstraßen. Martin Habersaat, der örtliche Landtagsabgeordnete, hatte Zug im Rahmen des diesjährigen Sommergespräches von Klagen aus der Avenue St. Sebastien berichtet. In Stoßzeiten staut es sich dort, zu anderen Zeiten wird dort gerast, offenbar um den Zeitverlust durch die Sperrung der K80 wettzumachen. Auch die Themen Lärmschutz und Straßenbeleuchtung wurden durch Bürgerinnen und Bürger angeregt und betrafen die K80 und ihre Umgebung.

Was die Überwachung des fließenden Verkehrs angeht, sind die Möglichkeiten des Bürgermeisters jedoch begrenzt. Zug sagte zu, das Thema mit der Polizei zu besprechen, bei der die Zuständigkeit liegt. Nachdem die Stadt seit einigen Jahren in die Überwachung des ruhenden Verkehrs eingestiegen ist, würde er sich das auch für den fließenden Verkehr wünschen. „Viele Städte, zum Beispiel Lübeck und Hamburg, haben mit der Errichtung von stationären Blitzern erreicht, dass deutlich langsamer gefahren wird und Unfälle vermieden werden. Das ist aber bei Städten von der Größe Glindes bisher leider nicht vorgesehen.“ Ein Thema, dass Habersaat mit nach Kiel nehmen möchte. Eine Bürgerin hatte sich bei ihm gemeldet, um den Wunsch nach einer Beleuchtung des Weges an der Anschlussstelle der K80 zwischen Neuschönningstedt und Glinde zu äußern. Auf Reinbeker Seite gibt es eine Laterne, auf Glinder Seite nicht. Das hängt damit zusammen, dass die Reinbeker Fläche eine innerstädtische ist, die Glinder Fläche aber außerstädtisch liegt. „Hier müsste der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) tätig werden“, so Zug. Die Stadt hat ein Schreiben mit einer entsprechenden Bitte an den LBV gesandt. Jetzt wird auf eine Antwort gewartet.

Die lässt hoffentlich weniger lange aus sich warten als die Klärung des Lärmschutzes an der K80. Vor 40 Jahren errichtete die Stadt Glinde ein Neubaugebiet, der Kreis Stormarn baute eine Straße. Die A24 war eine sehr schwach befahrene Autobahn. Heute liegt das Wohngebiet sehr nah an der hochfrequentierten K80, die Anwohner wünschen sich mehr Lärmschutz. Der Ursprung des Konflikts: Wäre die Straße zuerst da gewesen, hätte die Stadt das Baugebiet vor Lärm schützen müssen. Wäre das Baugebiet zuerst da gewesen, hätte der Kreis dafür sorgen müssen. Weil es so eindeutig nicht war, einigten sich Kreis und Stadt damals auf einen Mittelweg. Der Kreis baute eine Wand, Glinde sollte sie unterhalten. Diese Wand ist aber nicht in der Lage, vor Lärm zu schützen. Nun ist sie kaputt und die Frage ist, ob an ihrer Stelle ein funktionierender Lärmschutz errichtet werden kann. Im Spätsommer will Zug die Anlieger versammeln, um über Lösungen sprechen. Mit dem LBV und dem Kreis werden derzeit verschiedene Varianten vorbereitet.

Weitere Themen des Gesprächs waren das in Entwicklung befindliche Klimaschutzkonzept der Stadt, anstehende Sanierungs- und Neubaumaßnahmen an den Schulen und das Vabali, die balinesische Wellnessoase in Glinde. Die Hochbauarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen, in Kürze startet der Innenausbau. Nach den Sommerferien soll es für Interessierte die Gelegenheit geben, den Zwischenstand zu besichtigen. Die Eröffnung ist für April 2022 geplant.