Auch Armutsbekämpfung gehört zur Nachhaltigkeitsstrategie

Martin Habersaat zu Besuch bei Björn Warmer:

Viele lang geplante Projekte befinden sich in der Umsetzung. Das war das Fazit des Sommergesprächs von Martin Habersaat und Björn Warmer im letzten Jahr, und auch 2021 würde diese Überschrift passen. Die Arbeiten am Schulzentrum laufen plangemäß, die Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten soll im Frühjahr 2022 erfolgen. Im August 2021 wird die Baustelle für die neue Feuerwache am Mühlenredder eingerichtet, die Aufträge sind bereits bis hin zu Rohbau- und Estricharbeiten vergeben. Vergleichsweise neu auf der Agenda sind der Reinbeker Armutsbericht und die notwendigen Konsequenzen daraus.

Jedes Jahr besucht der Reinbeker Landtagsabgeordnete Martin Habersaat die Bürgermeister seines Wahlkreises zu Gesprächen in den Sommerferien, um abseits von Tagesordnungen und Termindruck über aktuelle und langfristige Entwicklungen zu sprechen. „Reinbek ist eine Stadt mit vielen sonnigen Seiten“, sagt der Bürgermeister zum Armutsbericht und dem Umgang damit. „Umso wichtiger ist aber auch, dass es einen großen Konsens in der Stadtverordnetenversammlung gibt, sich auch gemeinsam um die anderen Seiten zu kümmern und hier auch gemeinsam konkrete operative Ziele festzulegen.“ Martin Habersaat findet es wichtig, auch diesen Aspekt der Nachhaltigkeit im Auge zu behalten. „Wenn Städte an ihren Nachhaltigkeitskonzepten arbeiten, geht es oft um Umwelt- und Klimathemen, zu Recht. Aber der Kampf gegen Armut und ihre Folgen ist auch bedeutsam, auch und gerade in einer Stadt wie Reinbek.“

Immer wieder geht es dabei um das Thema Wohnen. Björn Warmer: „Wenn wir nichts tun, wird der Wohnraum in unserer Stadt immer teurer und es können perspektivisch nicht mehr alle Menschen hier wohnen, die das wollen.“ In der Folge wäre es dann schwer, beispielsweise Pflegekräfte für Seniorenwohnheime und Krankenhaus oder Erzieher*innen für die Kitas in der Stadt zu finden. Es muss daher immer auch die Bezahlbarkeit von Wohnraum im Auge behalten werden.“ Die Möglichkeiten der Stadt sind auf diesem Gebiet begrenzt, aber es gibt sie. Habersaat: „Dabei helfen eine regionale Baugenossenschaft wie die Baugenossenschaft Sachsenwald sicher ebenso wie Vereinbarungen mit anderen Wohnungsbaugesellschaften und entsprechende B-Plan-Beschlüsse.“