Neu bei der SVS: Psychosoziale Krebsberatung

Eine Krebsdiagnose bedeutet einen tiefen Einschnitt in das alltägliche Leben. Psychosoziale Belastungen werden begleitet von kaum überschaubaren Informationen über die Erkrankung und Therapiemöglichkeiten. Wie kann eine Familie mit der Diagnose umgehen? Wie kann Angst und Erschöpfung begegnet werden? Seit dem 1. April 2021 arbeitet die SVS daran, ihr Beratungsangebot zu erweitern. Die Psychologin Susanne Höger bietet eine psychosoziale Beratung für Krebspatienten und ihre Angehörigen in Reinbek, Glinde, Trittau und Barsbüttel an. Zur Krisenintervention sind sehr kurzfristige Termine möglich. Über die Bemühungen, das neue Beratungsangebot aufzubauen, sprach der Reinbeker Landtagsabgeordnete Martin Habersaat bei einem Besuch in der Scholtzstraße mit Susanne Höger und dem SVS-Vorstand Michael Schwarz.

Etwa 20 Krebspatienten und Angehörige nehmen derzeit das neue Angebot wahr. Momentan findet vor allem eine Einzel- bzw. Familienberatung statt, Gruppenangebote sind in Planung. „Wir haben das Gefühl, dass wir eine Lücke schließen, die es an dieser Stelle gab“, sagt Susanne Höger. „Jedes Jahr erkranken in Stormarn etwa 1500 Menschen an Krebs.“ Die Zeit seit April hat sie auch genutzt, sich bei Onkologen und Selbsthilfegruppen in der Region vorzustellen und den Umfang des Bedarfs festzustellen. Das Ziel der SVS ist es, sich um die nachhaltige und langfristige Finanzierung dieser Beratung zu bemühen, um diese Hilfe auch für die kommenden Jahre anbieten zu können. Die SVS prüft derzeit, ob die Voraussetzungen für Förderung der Projektkosten für den Aufbau einer Krebsberatungsstelle durch die Deutsche Krebshilfe erfüllt werden. Zusätzlich ist eine Regelfinanzierung durch den Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV) angestrebt. Allerdings sind bei dieser Finanzierungsform immer zusätzliche Eigenmittel, bspw. aus Spenden, erforderlich. Martin Habersaat unterstützt dieses Vorhaben, „denn die nächstgelegenen Angebote in Lübeck oder Hamburg sind ein ganzes Stück schwerer zu erreichen.“ Die SVS hofft, dass sie ausreichende Finanzmittel dauerhaft gewinnen kann, um diese notwendige Beratung auch zukünftig anbieten zu können.

Die Südstormarner Vereinigung für Sozialarbeit (SVS) bietet in ihrem Beratungszentrum Hilfe bei verschiedenen Lebenskrisen. Erziehungs- und Familienberatung ist ebenso möglich wie Schwangerenkonfliktberatung und Suchtberatung. Noch hat das Beratungszentrum Südstormarn seinen Sitz in der Reinbeker Scholtzstraße, in Kürze steht der Umzug in den Völckers Park, direkt angrenzend an die Sozialstation Reinbek, an.

WENN SIE SPENDEN MÖCHTEN

Jede Spende hilft! Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Spendenkonto der SVS:

Sparkasse Holstein

Stichwort Krebsberatung

IBAN: DE 62 2135 2240 0014 0018 61

BIC: NOLADE21HOL