Schule der Zukunft als Versprechen

Landesparteitag 2022

Das Regierungsprogramm der SPD Schleswig-Holstein aus bildungspolitischer Sicht, Redebeitrag auf dem SPD-Landesparteitag am 12. März 2022 in Lübeck:

Die Schule der Zukunft wird anders aussehen als die Schule der Gegenwart. Das ist keine Drohung, sondern ein Versprechen. Wir brauchen Lust auf Zukunft und Lust auf Schule. Beides atmet der Programmentwurf.

 

Aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler

Es gehört zu einer guten Schule, sich dort wohlzufühlen, zu wissen: Hier gehöre ich hin. Wir brauchen einen neu rhythmisierten Ganztag. Warum nicht mit einem Frühstück in der Schule? Auf jeden Fall mit bewerteten und unbewerteten Phasen im Wechsel und echten Freizeitanteilen. Mit Lebensweltbezug, auch mal jahrgangs- und fachübergreifend.

 

Aus der Sicht der Lehrkräfte

Unsere Lehrkräfte haben sich, hoffentlich, für ihren Beruf entschieden, weil sie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mögen. Wir wollen ihnen dabei helfen, sich wieder mehr auf diesen Kern ihrer Arbeit zu konzentrieren. Mit der Unterstützung multiprofessioneller Teams, mit Raum für Koordination der Teams und mit Entlastungspools, um die Arbeitsbelastung von Lehrkräften zu senken, die in der Klassenleitung oder der Schulentwicklung besondere Aufgaben übernehmen.

 

Mit Blick auf die Gebäude

Die Schule der Zukunft muss auch nach Zukunft aussehen. Das tut sie noch nicht überall im Land. Es braucht mehr als Klassenräume und Flure, es braucht Nischen und Freiräume. Wir wollen Lernlandschaften in unseren Schulen und um sie herum entstehen lassen. Dafür braucht das Land eine Idee, wie die Schule der Zukunft aussehen könnte. Und natürlich braucht es auch Geld, um die Schulträger auf diesem Weg zu unterstützen.

 

Man muss den Schulen ansehen: Bildung ist uns wichtig. Das muss man den Gebäuden anmerken, den Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern.